Die heurigen Pfadi-Oscars sind vergeben, unsere NewcomerInnen konnten voll und ganz überzeugen und räumten bei der großen Preisverleihung ab. Doch wie kam es dazu? Lesen Sie nun das detailreiche Interview mit brandaktuellen Insiderinformationen.

Wie fanden Sie die Inspiration für Ihre Meisterwerke?
Es lag wohl auch vor allem an der Location, die war heuer etwas Besonderes.
Früh morgens ging es für uns CaEx los Richtung Arnreit. Beim örtlichen Schilift angekommen, starteten wir sofort mit dem Zeltaufbau. Nachdem alle Zelte standen, fing der Bau der etwas anders gestalteten Essstelle an. Dieser bestand aus zwei großen herkömmlichen Sitzstellen, an denen jedermann Platz findet und eine Feuerschale in der Mitte. Der für den Aufbau untypische Nudelsalat gab uns zur Mittagszeit neue Energie.
Zwischenzeitlich trieb uns der Regen etwas im Zeitplan zurück. Wie es sich für richtige PfadfinderInnen gehört, ließen wir uns davon nicht aufhalten. Nach einigen Turbulenzen beendeten wir den Bau der Lagerbauten und diese konnte sich echt sehen lassen.

Und ging es dann auch gleich los mit den Dreharbeiten?
Nein, nach dem anstrengenden Aufbau stand der VIP-Singkreis am Programm. Das lagertypische „Event“ war wie immer ein Highlight für Jung und Alt. Neben altbekannten Liedern wurden auch ganz neue Lieder gewünscht. Mit unseren VIPs aus Grundbesitzer, Elternrat und einigen anderen Gästen ließen wir den Mittwoch gemütlich ausklingen.

Wann startete dann die Filmproduktion?
Am Donnerstag machten wir uns nach einem anstrengendem Morgensport dann bereit zum Drehen der Filme, ganz nach unserem Lagermotto "And the Oscar goes to...". Jedes Gruppenmitglied wurde geschminkt, frisiert und verkleidet. Teilweise entstanden dabei auch sehr lustige Kreationen wie Abendkleid und Gummistiefel oder Flipflops mit Hemd. Auch die Leiter wurden gestylt und in die Dreharbeiten eingebunden. Alle Gruppen bemühten sich sehr, denn nur die Besten hatten eine Chance auf die begehrten Pfadi-Oscars.

Wie haben Sie es geschafft die Motivation hochzuhalten?
Es gab zwischendurch auch andere Programmpunkte. Am Donnerstag wurden wir in Kleingruppen irgendwo im Nirgendwo ausgesetzt. Die Handys wurden abgesammelt und wir bekamen eine Karte, wo der Lagerplatz markiert war. Nach zwei Stunden waren alle wieder zurück. Zum Abschluss des Tages gab es ein Nachtgeländespiel.
Am nächsten Tag sind wir vom Lager über Feldwege Richtung Rohrbach gewandert. Bewaffnet mit einem Lunchpaket ging es los. In Rohrbach haben wir ein Stadtgeländespiel gespielt. Mit einer App mussten wir Sachen herausfinden, Rätsel lösen, Standorte finden und erfuhren ganz nebenbei einiges über die Geschichte Rohrbachs.
Dann hatten wir Freizeit, die wir z.B. in Cafes verbrachten. Um 16:00 Uhr haben wir uns wieder beim Rathaus getroffen und sind mit dem Pfadfinderbus in Gruppen zum Lager zurückgebracht worden. Später gab es Abendessen und anschließend hatte ich noch Nachtwache.

Wie haben Sie dann den großen Tag erlebt?
Der Samstag startete bereits bei der Morgenbetrachtung mit unserem großen Wochenhighlight. Der rote Teppich wurde ausgerollt und feierlich überreichte man uns die Eintrittskarten für die große Oscarverleihung. Bis mittags arbeiteten alle noch fleißig an ihren Filmen, die schließlich offiziell abgegeben und der Jury überlassen wurden. Die Vorbereitungen für den großen Abend liefen. Wir CaEx hatten es da ganz entspannt mit diversen Spiel- und Sportstationen. Gegen Abend erhöhte sich das Tempo auf unserem Lagerplatz. Alle machten sich zurecht und bereiteten sich für die Verleihung vor. Als dann die Musik ertönte, ging es los. Nach Sektempfang, natürlich Kindersekt, gab es zum Einstimmen ein Filmquiz und anschließend köstliche Wraps. Erst mit Einbruch der Dunkelheit begann die Prämierung. Eröffnet wurden die heurigen Oscars von unseren Leiterinnen mit einer großen Showeinlage. Anschließend wurden alle Filme vorgeführt und dann endlich die Pfadi-Oscars in den sechs Kategorien verliehen. Den Abend ließen wir bei der Aftershowparty mit alkoholfreien Cocktails ausklingen.

Damit war der aufregende Teil dann wohl vorbei, oder?
Nicht ganz, am letzten Morgen weckte uns die Nachtwache mit einem freundlichen „ALLE RUCKSÄCKE SIND NASS“. Unser Zelt stand unter Wasser. Schnell war die ganze Patrulle wach und alle fingen an zu packen. Unsere Sachen verlagerten wir zuerst im großen Zelt, danach in der Garage, während der Regen sich beruhigte und das Wasser langsam in den Boden sickerte. Als alle wach waren, gab es ein kurzes Frühstück und dann ging es schon ans Abbauen von unserem wunderschönen Lagerplatz. Durch gute Zusammenarbeit ging dies schneller als erwartet, wodurch aus dem anfänglichen Stress ein gemütlicher Ausklang wurde. Im Großen und Ganzen begann der Tag zwar stressig, war aber im Endeffekt ein schöner Abschluss von fünf wunderbaren Tagen.

Danke für dieses exklusive Interview mit den Erdmännchen, Wölfen, Greifvögeln, Gorillas und Luchsen.